Pfeilblocker Zielscheibe im Test

Im Video präsentieren wir die Pfeilblocker unter realistischen Bedingungen

Im Video präsentieren wir die Pfeilblocker unter realistischen Bedingungen

Was kann die Pfeilblocker? Solutus hat die Lamellen-Zielscheibe getestet und vor allem positive Überraschungen erlebt. Sehr gut gefallen hat uns beispielsweise, dass sich die Scheibe auf die Bedürfnisse des Bogenschützen einstellen lässt. Aber der Reihe nach.

Zunächst ein paar Worte zum Konzept: Die Pfeilblocker  ist eine so genannte Lamellen-Zielscheibe. Sie besteht also nicht aus einem Stück, sondern aus vielen dünnen Schichten. Die Schichten selbst sind 1 bis 2 Millimeter dick und übereinander in einem Rahmen aus Holz mittels zweier Riemen eingespannt.

Die Idee der Lamellen-Zielscheibe ist dabei so einfach wie naheliegend: Dringt der Pfeil in die Scheibe ein, schiebt er sich im besten Fall zwischen die Lamellen und wird durch die Reibung des Schaftes an dem Kunststoff abgebremst. Man schießt also kein Loch in das Material. Stattdessen drückt sich der durch den eindringenden Pfeil entstehende Spalt nach Herausziehen wieder zusammen. Theoretisch wird die Scheibe durch den Beschuss nicht beschädigt.

Praktisch funktioniert das Lamellen-Konzept gut. Ein bisschen Abrieb entsteht an den Lamellen. Der Pfeil hinterlässt einen sichtbaren Punkt am äußeren Bereich und auch eine Erinnerung im Inneren der Scheibe. Ob oder was das etwas ausmacht, zeigt der Test weiter unten im Text und im Video.

Pfeilblocker Zielscheibe für unterschiedliche Ansprüche

Je nach verwendeten Bogen und Pfeil, je nach Schießstil und je nach Geschmack, haben unterschiedliche Bogenschützen auch verschiedene Ansprüche an ihre Zielscheibe. Der Pfeilblocker gibt es daher in unterschiedlichen Größen: Schieß ich sehr präzise, brauch ich ggf. eine kleinere Scheibe, als wenn meine Treffer eine große Streuung aufweisen. Außerdem werden auf unterschiedliche Distanzen im Wettkampf auch verschiedene Auflagengrößen dargeboten.

Von der schmalen 80×33 cm großen Übungsscheibe bis zur 167×167 cm großen Turnierscheibe kann man sich das passende Modell aussuchen. Zudem bietet der Hersteller alle Formate zusätzlich in unterschiedlichen Stärken an – von einer Scheibendicke von 37 bis 61,5 cm. Wer einen starken Bogen schießt, kann sich also eine Scheibe aussuchen, die bis zu 61,5 cm tief ist.

Neben der Auswahl bei Größe und Tiefe kann man die Pfeilblocker Zielscheibe auch noch unterschiedlich hart einstellen. Wieder gilt: Wer einen schnellen Bogen oder auch einen dünnen Pfeil schießt, kann sich den eigenen Pfeilblocker dementsprechend feinjustieren.

Dafür sind Spannriemen um die Lamellen samt Holzrahmen gezurrt. Durch die allseits bekannten Spanner kann man den Pfeilblocker richtig hart machen – und beispielsweise auch wieder lösen. Das ist praktisch, wenn die eine oder andere Schicht der Lamellen nach längerem Einsatz ausgetauscht werden soll. Der Hersteller der Pfeilblocker verkauft nämlich das Schussfutter auch separat.

Der Pfeilblocker ist leichter als er aussieht. Selbst die dicke Version der 62er Tiefe wiegt nur knapp 15 Kilogramm. Sie ist also noch von einer Person allein zu bewegen und andererseits schwer genug, dass sie ohne weitere Vorkehrungen stabil von allein steht. Man braucht keinen zusätzlichen Scheibenständer, Hocker oder Tisch reichen.

Beschuss-Test auf Pfeilblocker Zielscheibe

Wie fängt der Pfeilblocker? Wie reagiert er auf unterschiedliche Pfeile? Wie ist die Haltbarkeit? Wie gut lassen sich die Pfeile ziehen? Das haben wir in einem ausführlichen Test erhoben. Die hier dargestellten Daten gab es bei der Verwendung einer 80 cm hohen, 33 cm breiten und 49 cm tiefen Pfeilblocker.

Schrecksekunde: Der erste von uns abgegebene Pfeil drang unerwartet tief in die vergleichsweise dicke Scheibe ein. Von dem insgesamt 70 cm langen Easton Lightspeed (400er Spine, 100 Grain CB-Spitze, mit 295 Fuß pro Sekunde geschossen mit einem PSE Supra Max aus einer Entfernung von 8 Metern) schauten zwar noch 20 cm vorn aus dem Pfeilblocker raus.

Wir hatten erwartet, dass vor allem die ersten Schuss auf das quasi unberührte Scheibenmaterial weniger tief eindringen würden. Zweiter Schuss auf eine andere Stelle, gleiches Bild. Wie viele auf die gleiche Stelle geschossenen Pfeile würde der Pfeilblocker halten?

Wie würde die Scheibe auf unterschiedliche Pfeile reagieren? Das haben wir ausprobiert. Vom dicken Hallenpfeil bis zum dünnsten Jagdpfeil fängt der Pfeilblocker alles sicher auf. Und auch der wiederholte Beschuss aus kurzer Distanz – in unserem Video waren es gut 8 Meter – zeigt solides Pfeilblockverhalten.

Mittlerweile hat das Testmodell mehrere Hundert Schuss gefangen und außer den entsprechenden Spuren an der Außenseite keine Veränderung gezeigt.

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