Goldangst und Target Panic besiegen

Goldangst kann man auch am Trefferbild erkennen

Goldangst kann man auch am Trefferbild erkennen

Was Goldangst tatsächlich ist. Was man unternehmen kann. Welche Methoden dauerhaft helfen und was nutzlos bzw. Zeitverschwendung ist und die Leistungsstörung oft nur noch schlimmer macht. 

Ich habe 2012 erste Anzeichen von Goldangst gespürt, aber selbst noch nicht gewusst, was da los ist. 2013 setzte bei mir ein sich immer weiter beschleunigender Leistungsabfall ein. Ich habe dann mehr als zwei Jahre die Goldangst erforscht, alle möglichen Methoden ausprobiert, alles Verfügbare dazu gelesen, zahlreiche Interviews mit betroffenen Bogensportlern geführt, mich von einem US-Profi-Coach behandeln lassen (für viel Geld) und jede Menge (sport-)psychologische Informationen hinzugezogen.

Im März 2016 konnte ich dann endlich den sprichwörtlichen Punkt hinter das Thema setzen. Mein Buch “Goldangst – Was es ist und was Sie tun können” ist fertig und im Handel erhältlich. Auf über 270 Seiten wird das Phänomen Goldangst, auch bekannt als Target Panic, endlich enttarnt. Lassen Sie mich erklären, wie wir Bogensportler lange Zeit von Irrtümern und Wunschdenken an der Nase herumgeführt wurden. Kennen Sie folgendes Zitat – vielleicht aus eigener Erfahrung?

„Nur wenn ich eine Zielscheibe auflege, habe ich diese Probleme. Wenn ich auf eine Scheibe ohne Auflage schieße, klappt alles ganz normal. Daran sieht man mal wieder: Im Prinzip kann ich es. Diese Goldangst ist rein mental.“

Goldangst, Target Panic, Denkfehler

Dieses Zitat ähnelt vielen Beschreibungen und Anekdoten, die wir von anderen Bogensportlern kennen, oder vielleicht auch von uns selbst. Es beschreibt einen hartnäckigen Denkfehler. Der Denkfehler in dem Zitat steckt sowohl in der Beschreibung „Im Prinzip kann ich es“ als auch in der Schlussfolgerung „Diese Goldangst ist rein mental.“

Irrtum 1 – „Im Prinzip kann ich es“: Nein, wer das Zitat von Oben von sich selbst kennt, kann „es“ nicht mehr. Bogenschießen ist eine komplexe Performance. Ich nenne es Performance und meine damit eine Abfolge von abgerufenen Fähigkeiten. Diese Fähigkeiten haben Sie sich irgendwann angeeignet. Und wenn Sie unter Goldangst leiden, haben Sie diese Fähigkeiten auch wieder teilweise verloren. Dieser Verlust von Fähigkeiten ist etwas, das man erst mal verstehen und anerkennen muss. Dieser Verlust-Prozess ist gekennzeichnet von zahlreichen Paradoxien, die man als normal vorgebildeter Sportler alleine kaum durchschaut, weil es bislang auch nirgends so stand.

Irrtum 2 – „Diese Goldangst ist rein mental“: Nein, Goldangst ist nicht nur und schon gar nicht „rein“ mental. Sie ist hoch komplex und bewirkt zum Beispiel viele körperliche Aspekte, zahlreiche biochemische Begleiterscheinungen und hat verblüffende Parallelen mit psychischen Leiden und Überlastungs-Störungen. Auch diese Komplexität ist so bislang nirgends beschrieben worden.

Die einzig valide Erkenntnis aus dem Vergleich zwischen Schießen mit und ohne Zielscheibe ist übrigens folgende: Es ist ein Lackmustest. Sie bemerken, dass Goldangst „da“ ist. Wenn Sie sich in beiden Situationen gleich fühlen und gleich schießen – also mit und ohne Scheibenauflage – dann sind sie in der Tat frei von Goldangst-Begleiterscheinungen. Sie sind jedoch nicht frei von dem Grundmuster, dem Goldangst folgt. Der Prozess ist lediglich (noch) nicht spürbar im Gange.

Wir haben Goldangst lange unterschätzt. Die Paradoxien und Komplexität haben es uns erschwert, das Phänomen Goldangst zu verstehen. Darauf basieren mehrere Strategien, Goldangst zu begegnen. Diese Strategien unterscheiden sich. Für Bogensportler, die einen High-tech-Compund schießen, bieten sich andere Wege an als für Blankschützen oder solche, die traditionelle Bögen benutzen.

Das Buch ist für die Praxis gedacht, für Bogensportler. Ich habe viele Bilder und Anschauungsmaterial reingepackt, um die mitunter komplizierten Zusammenhänge verständlich zu machen. Sollten Sie offene Fragen haben, fühlen Sie sich frei, mich zu kontaktieren. Ich bedanke mich schon jetzt für Ihr Interesse.

Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie mich am besten per Email an hallo@solutus.de.

 

Goldangst Buch, Target Panic, BogenschießenGoldangst – Was es ist und was Sie tun können Autor: Thomas Sillmann ISBN 978-3-7375-9120-1 274 Seiten 19,99 Euro

Erhältlich als Softcover und Ebook unter anderem bei Amazon, ITunes.

+++Exemplare der ersten Auflage ausverkauft. Einzelne Bestände nur noch bei Amazon und wo ich eine gewisse Menge geliefert habe, also der Redneckpoint und der Bogensportverlag Andrea Hörnig.+++

Hier können Sie das Softcover versandkostenfrei bestellen. Am besten nutzen Sie dazu die Paypal-Funktion. Ihre Adresse wird normalerweise beim Bezahlvorgang übermittelt – bitte darauf achten. Keine Sorge: Andere Daten (Konto, Kreditkartennummer usw.) bekomme ich nicht übermittelt.




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3 Antworten auf Goldangst und Target Panic besiegen

  1. Michel sagt:

    Könnten Sie Termine und Kosten des Seminars bekanntgeben?

  2. Bayerl Martin sagt:

    Hallo,
    ich habe die Goldangst seit ungef. 2 Jahre. Ich schieße Blankbogen. Um etwas zu
    treffen muss ich von rechts, oder von links ins Ziel gehen und in der Mitte (egal welches Ziel, 3D,Scheibe) loslassen. Meistens treff ich, aber, wie gesagt, ich kann die Bogenhand nicht in der Mitte des Ziels länger als einen kurzen Augenblick halten. Um zu treffen muss ich dann loslassen. Ich habe schon probiert, von oben, von unten die Bogenhand länger zu halten – der gleiche Effekt. Meine Haltung beim Schießen ist gut, das hab ich mir schon von einigen guten Schützen im Verein sagen lassen. Vielleicht könnt Ihr mir einen Ratschlag geben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Martin

  3. ts sagt:

    Meine bisherige Arbeit mit solchen Fällen zeigt, dass es den einen Ratschlag nicht gibt. Was Sie da beschreiben, ist zwar bei ganz vielen Schützen ähnlich, die blank mit Zielsystem schießen. Es zeigt einerseits, dass es eine quasi nicht kontrollierbare Störung beim ins Ziel gehen gibt. Das ist eine Störung auf der Ebene des Unterbewusstseins (und damit durch bewusste Gedanken nicht begehbar). Und andererseits zeigt es, dass es auch bereits in die bewusste Erwartungshaltung übergegangen ist. Nach dem Motto: “Bei mir ist das so”.

    Die Arbeit mit dem Problem der Goldangst muss beide mentalen Ebenen ansteuern – die bewusste und die unbewusste. Das ist eigentlich auch die Schwäche aller mir bekannten Ansätze. Da wird viel auf der einen oder anderen Ebene rumgedoktert und behauptet, das sei die Lösung.

    Und außerdem werden sich bei allen Parallelen unter den Schützen auch individuelle Ursachen finden lassen.

    Ein Tipp, der Ihnen aber nur vielleicht hilft: Je mehr Technik im Spiel ist beim Bogenschießen, desto mehr Möglichkeiten haben Sie, ihre Goldangst anzugehen. Infrage kommt sowohl der Klicker beim Recurve. Am vielversprechendsten ist letztlich aber die Arbeit mit Backtension-Releases beim Compoundschießen. Damit kann man viele Problemursachen übergehen, ohne die Probleme im Detail lösen zu müssen.

    Wenn Sie weiter Blankbogen schießen wollen, müssen Sie sich den oben angedeuteten Lernprozess unterziehen. Es gibt keinen Schalter, den Sie umlegen können, und plötzlich ist alles gut. Also: Übungen machen für die unterbewusst ablaufenden Routinen und die bewusste Haltung. Dazu biete ich das Coaching an.

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