100prozentig: Meine Grundsätze

Hätte ich das vor 4 Jahren gewusst; was hätte ich dafür gegeben. Mir hat das Phänomen Goldangst damals extrem zugesetzt. Die Auswirkungen gingen weit über das Bogenschießen hinaus. Daher kenne ich die Extremform dieses Verlaufs aus eigener Erfahrung. Und weil ich aus eigener Erfahrung weiß, wie ratlos und verzweifelt man nach Lösungen sucht, habe ich überhaupt das Buch publiziert und biete weitere Infos im Internet an. Was will ich eigentlich damit erreichen? 

Ich will jedem von Goldangst geplagten Bogenschützen Zugang zu echter und langfristiger Hilfe ermöglichen.

Dazu gehört nun mal ein umfangreiches Info-Angebot und auch das Buch. Sie können zahlreiche Erfahrungsberichte im Internet finden, in denen Bogensportler von Ihrer Wunderheilung von der Goldangst erzählen. Es gibt auch Bücher und Kapitel in Büchern darüber. Ich finde immer noch gelegentlich neue Artikel dazu, die mich immer wieder überraschen. Sie lesen sich alle gleich. Sie wurden allesamt geschrieben von Leuten, die es gut gemeint haben.

Das Gegenteil von “gut” ist “gut gemeint”

Aber es gibt eine fatale Kehrseite von diesen gut gemeinten Beiträgen – dazu zähle ich auch alle Tipps und Mental-Übungs-Anleitungen, die Sie bei entsprechender Fragestellung in jedem Bogensportforum bekommen.

Die Kehrseite ist, dass der betroffene Schütze den Eindruck vermittelt bekommt, dass es bei allen anderen irgendwie super geklappt hat mit der Goldangst-Heilung. Nur bei ihm oder ihr klappt es also nicht. Es muss – so der fatale Irrtum – also an dem jeweiligen Schützen liegen.

Das verstärkt Schuldgefühle, die völlig unangebracht sind. Sie, sollten Sie betroffen sein, haben sich die Goldangst ja nicht willentlich zugezogen. Sie haben auch nichts falsch gemacht. Und es ist auch überhaupt nicht so, dass andere Schützen, die bereitwillig Tipps im Internet publizieren, ihre eigene Goldangst dauerhaft bezwungen hätten.

Die haben ihre Tipps und Lösungen aus dem Wunschdenken heraus publiziert, dass es jemanden hilft. Das tut es aber nicht. Es macht es schlimmer. Es setzt betroffene Schützen nur noch mehr unter Druck, weil sie denken, es liegt an ihnen.

Die Mär von der “individuellen Lösung”

Es ist auch nicht so, dass es eine “individuelle Lösung” braucht. Das liest man ja auch immer wieder. “Das ist bei jedem anders. Da muss jeder seine Lösung finden.” usw. Als ob jemals einer eine individuelle Lösung gefunden hätte. Das ist einfach nicht der Fall. Das sind Wunschdenken und theoretische Schlussfolgerungen, die allesamt auf Scheinlogik und Irrtümern basieren. Natürlich wandeln die Schützen die verfügbaren Alternativen und Techniken individuell ab. Aber es sind immer die gleichen Ansätze und Methoden, die wirklich funktionieren. Und es sind immer die gleichen Vorstellungen, Methoden, Tipps und Tricks, die eben nicht funktionieren.

Und für diesen riesigen Berg an Irrtum, der alles nur noch schlimmer macht für die Betroffenen, dafür habe ich ein Gegengewicht ins Spiel gebracht. Erstens ist das Phänomen Goldangst in der Tat so komplex, dass man dazu mal ein Buch schreiben kann und nicht nur ein Kapitel. Und der geneigte Leser kennt das vielleicht: Wer lässt sich schon was sagen? Würde ich die Inhalte des Buchs kostenlos anbieten – was ich ja tun könnte – würde das nur wieder dazu führen, dass es als nicht so wertig empfunden wird.

Endlich reich als Autor von Büchern

Wer jetzt denkt, ich verdiene mir mit meinen Büchern eine goldene Nase, den muss ich enttäuschen. Klar verkaufe ich zahlreiche Exemplare über alle möglichen Kanäle. Ich bin als Ghostwriter und Vermarkter ja auch an Verkäufen anderer Bücher beteiligt. Und jedes verkaufte Exemplar bereitet mir eine riesige Freude. Aber glauben Sie mir, es gibt größere und kaufkräftigere Zielgruppen als die Bogensportler. Hinzu kommt, dass ich mit dem Buch ja keine Anfänger anspreche, sondern Schützen, die schon eine Weile dabei sind. Die sind also über die Entwicklungsstufe hinaus, in der sie begeistert jeden Anfänger-Kurs, jedes Einsteiger-Set oder allerhand Einführungs-Literatur in sich aufsaugen.

Wer das Bogensport-Business verstanden hat – und das gilt für alle wirtschaftlich orientierten Projekte in jeder Sportbranche – der nimmt sich als Zielgruppe die Anfänger. Und außerdem habe ich einen ganz normalen Job mit ganz normalen Arbeitszeiten und einem festen Gehalt. Aber das nur am Rande. Wichtig ist Folgendes:

Ich nehme mir das Recht raus (eigentlich verstehe ich es als Pflicht), hier und woanders völlig unabhängig über Bogensport zu berichten, zu schreiben oder zu sprechen.

Ich muss keine Werbekunden verhätscheln, keine Abonnenten einlullen. Ich verkaufe auch keine Bogensport-Produkte. Was ich empfehle oder teste oder ausprobiere, ist 100 prozentig. Sollte ich für irgendwelche Videos oder Artikel Geld oder sonstige Leistungen bekommen, werde ich das kennzeichnen.

Sollten Sie Fragen haben, helfe ich Ihnen gerne. Sie können mich über die Kommentar-Funktion oder über hallo@solutus.de erreichen.

Dieser Beitrag wurde unter Angebote / Über mich veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort